{"id":2832,"date":"2012-04-03T00:49:12","date_gmt":"2012-04-03T00:49:12","guid":{"rendered":"http:\/\/africa-and-science.com\/?p=2832"},"modified":"2012-04-17T23:37:13","modified_gmt":"2012-04-17T23:37:13","slug":"mussen-wir-uns-vergiften-lassen-intoxikationen-am-arbeitsplatz-als-gewissens-und-menschenrechtsproblem-ein-pladoyer-fur-zivilcourage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/africa-and-science.com\/?p=2832","title":{"rendered":"M\u00fcssen wir uns vergiften lassen? Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr Zivilcourage"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><a href=\"https:\/\/africa-and-science.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Photo-Prof-Jacob-Mabe1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2890\" title=\"Photo Prof Jacob Mabe\" src=\"https:\/\/africa-and-science.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Photo-Prof-Jacob-Mabe1.png\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"271\" \/><\/a><span style=\"color: #ff0000;\"><!--more-->M\u00fcssen wir uns vergiften lassen? Intoxikationen am Arbeitsplatz als Gewissens- und Menschenrechtsproblem \u2013 Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr Zivilcourage<\/span><\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0000ff;\">Aus dem Thema \u201aVergiftungen am Arbeitsplatz\u2019 ergibt sich eine Vielfalt von ethischen Fragen, die einer systematischen Kritik unterzogen werden m\u00fcssen. Bislang wurden die Debatten \u00fcber dieses Thema \u00fcberwiegend von Psychologen, Juristen und Medizinern gef\u00fchrt. Nun will der vorliegende Beitrag in diese Diskussion eingreifen und zeigen, dass toxische Kontaminationen, hervorgerufen durch welche Berufst\u00e4tigkeit auch immer,<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn1\"><span style=\"color: #0000ff;\">[1]<\/span><\/a> gravierende Menschenrechtsverletzungen darstellen und damit eine Herausforderung f\u00fcr die Philosophie.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn2\"><span style=\"color: #0000ff;\">[2]<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der gegenw\u00e4rtigen Arbeitswelt sind Menschen durch ihren Beruf st\u00e4ndig Vergiftungsgefahren ausgesetzt.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn3\">[3]<\/a> Die zunehmende Modernisierung von Arbeitspl\u00e4tzen durch immer komfortablere Einrichtungsgegenst\u00e4nde, technische Ger\u00e4te, Kommunikationssysteme, Heiz- und Klimaanlagen etc. mag zwar die Lust am Arbeiten f\u00f6rdern und manche Berufe attraktiver gestalten. Die Vergiftungsgefahr wird durch sie jedoch weder minimiert noch gar abgewendet. Im Gegenteil, hinter dieser vermeintlichen Logik der Modernit\u00e4t verbergen sich massive Gesundheitsrisiken. Selbst die so begehrte B\u00fcroarbeit bietet trotz allen Komforts keine Gew\u00e4hr f\u00fcr Hygiene und Gesundheitsvertr\u00e4glichkeit, geschweige denn einen absoluten Schutz vor Intoxikationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Thema \u201aVergiftungen\u2019 wird im Folgenden zum Gegenstand der Philosophie erhoben, um die damit verbundenen Grundfragen auf ihre ethische Bedeutsamkeit hin zu er\u00f6rtern. Dabei werden insbesondere die Bedingungen untersucht, unter denen toxische Wirkungen die Freiheit des arbeitenden Menschen sowie seine W\u00fcrde beeintr\u00e4chtigen. Ist der <em>homo sapiens<\/em> schon dazu verurteilt, sein \u00dcberleben selbst in die Hand zu nehmen, so fragt sich doch, ob dies mit jeder beliebigen T\u00e4tigkeit zu rechtfertigen ist, zumal mit einer, die nachweislich dem Geist und dem K\u00f6rper schadet. Jeder gute Philosoph, der im Sinne der alten Griechen den Menschen als ein von Natur mit Vernunft ausgestattetes und begabtes Wesen betrachtet, w\u00fcrde diese Frage rundweg verneinen.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn4\">[4]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch unabh\u00e4ngig davon, gibt es kaum nennenswerte und ernstzunehmende Denkerpers\u00f6nlichkeiten, die dem Menschen die Qualit\u00e4t absprechen, Bewusstsein, d.h. das geistige Verm\u00f6gen zu besitzen, die Bedingungen seiner Existenz entweder aus eigener Kraft oder aber im Verein mit seinen Mitmenschen zu verbessern. Die Vernunft ist demnach die intelligible Kraft, die dem Menschen den Weg zum richtigen Denken und sittlichen Handeln weist und ihn zugleich dazu bef\u00e4higt, die Paradoxien auch des <em>Arbeitslebens<\/em> aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar sind nicht alle Vernunftwesen gleicherma\u00dfen zu einer derart selbstst\u00e4ndigen Lebensf\u00fchrung f\u00e4hig. Doch gibt es m\u00fcndige Menschen, die sich ihres Gewissens und damit ihrer Freiheit voll bewusst sind. Mit Gewissen ist hierbei nichts anderes gemeint, als das Wissen des Menschen von seiner W\u00fcrde, seinen Handlungen, seinen Rechten und sittlichen Werten. Die Freiheit wiederum bezeichnet die F\u00e4higkeit zur autonomen Willensentscheidung sowie zum selbstverantwortlichen Denken und Handeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gewissen geht mit Verantwortungsbewusstsein einher und dient somit als eine ethische Richtschnur, die es auch dem Berufst\u00e4tigen gebietet, kein seine Menschenw\u00fcrde sowie sein Pers\u00f6nlichkeitsrecht beeintr\u00e4chtigendes Arbeitsverh\u00e4ltnis einzugehen.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn5\">[5]<\/a> Dazu geh\u00f6ren nicht zuletzt die mit schwerwiegenden Vergiftungen verbundenen T\u00e4tigkeiten. Mit anderen Worten: Vergiftungen am Arbeitsplatz verletzen nicht nur die W\u00fcrde des Menschen, sondern bringen auch die Deformation sowie die Degradation einer Gesellschaft zum Ausdruck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der vorliegende Beitrag will die Konsequenz aus dieser Erkenntnis ziehen, um den Menschen zu helfen, Gewissen und Zivilcourage als Tugenden zu begreifen, die einge\u00fcbt sowie zum Schutz der Menschenrechte effektiv genutzt werden k\u00f6nnen. Es handelt sich dabei um Eigenschaften, \u00fcber die jeder Mensch verf\u00fcgt, und die ihn davon abhalten k\u00f6nnen, gegen seinen Willen zu handeln, indem er tatenlos zusieht, wie seinem K\u00f6rper und seiner Seele am Arbeitsplatz Schaden zugef\u00fcgt werden. Leider zeigen die unvermindert auftretenden Intoxikationen am Arbeitsplatz, dass offenbar immer mehr Menschen ohne eine solche Zivilcourage und damit wenig gewissenhaft agieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da kaum eine Besch\u00e4ftigung Vergiftungsfreiheit garantiert, sollte es zumindest allgemein verbindliche ethische Regelungen geben, die als Grundlage f\u00fcr die Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit der Arbeitnehmer dienen k\u00f6nnen. Doch die Verantwortung f\u00fcr die praktische Umsetzung der Regel obliegt ausschlie\u00dflich den Arbeits- und Gesetzgebern. Letztere sollten deshalb dazu verpflichtet werden, alle notwendigen Bedingungen zur Gew\u00e4hrleistung und zum Schutz der Rechte ihrer Besch\u00e4ftigten herzustellen.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn6\">[6]<\/a> Solange dies nicht der Fall ist, k\u00f6nnen nur das Gewissen und die Zivilcourage helfen, die Menschenrechte einzuklagen oder zumindest die \u00d6ffentlichkeit auf die bedrohliche Situation am Arbeitsplatz aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a02. Das menschliche Gewissen und die Paradoxien des Arbeitslebens<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gewissen (lat. <em>conscientia<\/em>, d.h. \u201eMitwissen\u201c)<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn7\">[7]<\/a> ist eine metaphysische Eigenschaft, die dem Menschen zur Erkenntnis seiner selbst als eines freien und wollenden Wesens verhilft. Zudem ist das Gewissen ein ethischer Wert, insofern es dem Menschen als Wegweiser f\u00fcr seine Handlungen und Entscheidungen dient, damit diese weder seiner inneren \u00dcberzeugung noch seinem freien Willen zuwiderlaufen.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn8\">[8]<\/a> Bez\u00fcglich m\u00f6glicher Vergiftungen am Arbeitsplatz erm\u00f6glicht es das Gewissen dem Menschen, sich der prim\u00e4ren und sekund\u00e4ren Risikofaktoren seines Arbeitsplatzes bewusst zu werden. Gewissenhaft handelt der Mensch nur dann, wenn er sich rechtfertigen und erkl\u00e4ren kann, warum und weshalb er eine Arbeit verrichtet. Denn erst unter dieser Bedingung kann der Mensch f\u00fcr sein Handeln oder seine Entscheidung selbst verantwortlich gemacht werden.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn9\">[9]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bestimmend f\u00fcr die Manifestation des Gewissens ist dabei ein Befolgen der inneren Stimme, ohne Kalk\u00fcl, Vorteilssucht oder Schuldgef\u00fchl.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn10\">[10]<\/a> Denn das Gewissen schlie\u00dft jeglichen Einfluss von au\u00dfen aus und setzt ausschlie\u00dflich die Autonomie der Vernunft bei jeder Handlung voraus. Der Vollzug des Gewissens erfolgt allerdings erst nach kritischer \u00dcberlegung, d.h. nach genauer Abw\u00e4gung der positiven und negativen Konsequenzen f\u00fcr ein Tun. Das Gewissen setzt daher rationales Denken voraus und dient insofern als Steuerungsinstanz aller moralischen Handlungs- und Verhaltensweisen des Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So gesehen, kann kein gewissenhafter, ja rationaler Mensch eine Arbeit annehmen und dauerhaft verrichten, die mit massiven Gesundheits- oder Lebensrisiken verbunden ist, es sei denn, er wird zu seiner Arbeit gen\u00f6tigt oder aber er betrachtet seine Berufsaus\u00fcbung lediglich als \u00f6konomische Notwendigkeit, was leider oft genug der Fall ist. Tats\u00e4chlich verbinden die meisten Menschen heute ihre Berufst\u00e4tigkeit \u00fcberwiegend mit finanziellen und sozialen Notwendigkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frage, ob die Entscheidung f\u00fcr einen Arbeitsplatz mit dem Gewissen des jeweiligen Menschen im Einklang steht, stellt sich daher immer weniger. Vielmehr muss man sich fragen, ob es \u00fcberhaupt noch Menschen auf der Welt gibt, die eine M\u00f6glichkeit zum \u00dcberleben jenseits entlohnter Arbeit sehen. Vor diesem Hintergrund l\u00e4sst sich das Kriterium eines gesundheitsvertr\u00e4glichen Arbeitsplatzes nur schwer in den Vordergrund der vitalen Priorit\u00e4ten stellen. Betroffen sind jedoch fast alle Menschen, vor allem diejenigen, die mit elektronischen Ger\u00e4ten, Chemikalien, etc. oder in R\u00e4umlichkeiten mit extrem niedrigen oder hohen Temperaturen arbeiten m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gewissensfrage stellt sich zudem nicht nur f\u00fcr Arbeitnehmer mit fehlendem Verantwortungsbewusstsein, sondern auch f\u00fcr die Arbeitgeber, die trotz ethischer, medizinischer und biologischer Bedenken keine gesundheitskonformen Bedingungen f\u00fcr ihre Besch\u00e4ftigten durchsetzen. Der verantwortliche Arbeitnehmer wird seinerseits mit seinem Gewissen konfrontiert, wenn der Arzt eine Intoxikation diagnostiziert, die in engem Zusammenhang mit seiner beruflichen T\u00e4tigkeit steht, und er aus Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes nicht einmal juristische Schritte unternimmt, um seine Rechte einzuklagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den meisten Menschen fehlt die entsprechende Zivilcourage, gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigungen als Folgen von Intoxikationen durch die T\u00e4tigkeit in einem B\u00fcro, einer Werkstatt oder in einem Betrieb anzuzeigen. Doch nicht nur schlechte oder fehlende Hygiene sowie der Verzehr von belasteten Speisen oder Getr\u00e4nken in der Kantine ziehen Vergiftungen nach sich; auch der Umgang mit modernen Kommunikationsmedien, Elektroger\u00e4ten, Chemikalien etc. k\u00f6nnen \u00dcbelkeit, Erbrechen oder schwere Kopfschmerzen zur Folge haben und damit Menschenrechte verletzen. Daraus wird ersichtlich, was alle Berufst\u00e4tigen dringend brauchen: eine ethische Aufkl\u00e4rung bez\u00fcglich des Gewissens und der Zivilcourage als moralischen Hilfsinstrumenten f\u00fcr die Wahrung der Menschenw\u00fcrde und Menschenrechte.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftn11\">[11]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0000ff;\">Die \u00a0Zweite Teil wird am Dienstag, dem 13.03.2012 ver\u00f6ffentlicht.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Zum Autor:<\/span><\/strong><\/p>\n<address style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0000ff;\">Jacob Emmanuel Mabe, geb. 1959 in Mandoumba (Kamerun), Dr. Dr. Phil und Dr. habil., lehrt Philosophie an der TU Berlin und ist Gastwissenschaftler am Frankreichzentrum der\u00a0 FU Berlin. Er ist Herausgeber des ersten Afrika-Lexikons in deutscher Sprache und Autor mehrerer B\u00fccher.<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0000ff;\">Anschrift:\u00a0Email: Jacobemabe@t-online.de<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0000ff;\">www.jacobmabe.de<\/span><\/address>\n<div><\/div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref1\">[1]<\/a> Vergiftungen sind der Philosophie seit der Antike als Herausforderung bekannt. Sokrates (469-399 v. Chr.), der nicht nur aufgrund seiner intellektuellen Wirkung, sondern auch wegen seiner Zivilcourage in die Geschichte der Menschheit eingegangen ist, erlag einer Vergiftung infolge seiner Verurteilung zum Tode durch den Trank eines aus der Schierlingspflanze gewonnenen Saftes. Man k\u00f6nnte etwas ironisch sogar behaupten, dass er der Vergiftung an seinem Arbeitsplatz erlag, insofern er den Giftbecher vor seinen Sch\u00fcler leerte. Im Dialog <em>Phaidon<\/em> schildert Platon diese Szene mit folgenden Worten: \u201e[d]er Knabe ging heraus, und, nachdem er eine Weile weggeblieben war, kam er und f\u00fchrte den herein, der ihm den Trank reichen sollte, welchen er schon zubereitet im Becher brachte. [\u2026] Damit reichte er dem Sokrates den Becher, und dieser nahm ihn, [\u2026] setzte [\u2026] an, und ganz frisch und unverdrossen trank er [ihn] aus.\u201c Platon: Phaidon, in: S\u00e4mtliche Werke, Bd. 3, in der \u00dcbersetzung von Friedrich Schleiermacher, Hamburg 1958, 117a-c.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref2\">[2]<\/a> Zum Thema Menschenrechtsverletzungen als philosophische Herausforderung siehe James W. Nicke: Making Sense of Human Rights, 2. Aufl., Oxford 2007.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref3\">[3]<\/a> Einzelheiten bei Max Daunderer: Gifte im Alltag. Wo sie herkommen, wie sie wirken, wie man sich dagegen sch\u00fctzt, M\u00fcnchen 2005; Carola Kleinschmidt und Hans-Peter Unger: Bevor der Job krank macht, M\u00fcnchen 2006.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref4\">[4]<\/a> Bereits Heraklit lehrte, es sei dem Menschen zuteil, sich selbst zu erkennen und verst\u00e4ndig zu denken. Diese Vorstellung vom Menschen hat sich seit Platon und Aristoteles substanziell kaum ver\u00e4ndert.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref5\">[5]<\/a> Vgl. Phil Hughes und Ed Ferret: Introduction to Health and Safety at Work, 4. Aufl., Oxford 2009.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref6\">[6]<\/a> N\u00e4heres bei Todd Landmann: Protecting Human Rights: A Comparative Study, Washington 2005.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref7\">[7]<\/a> Nach Arthur Schopenhauer ist nur das bereits Gewesene gewiss. <em>Conscientia <\/em>beruht daher auf Erfahrung und bezeichnet nichts anderes als \u201edas Wissen des Menschen um das, was er getan hat\u201c. Arthur Schopenhauer: Preisschrift \u00fcber die Grundlage der Moral, in: Hauptwerke, Band 2: Zur Erkenntnistheorie, Ethik, Logik und Religion, hrsg. von Alexander Ulfig, K\u00f6ln 2000, S. 457.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref8\">[8]<\/a> Im Deutschen wird <em>conscientia<\/em> mit Bewusstsein und Gewissen \u00fcbersetzt. Dem Bewusstsein wird dabei meist eine metaphysisch-ontologische Bedeutung beigemessen. Es bezeichnet die Vergewisserung oder die Gewissheit, die jeder denkende Mensch von sich als Wissendem hat. Gewissen hingegen ist ein moralischer Begriff, der fast ausschlie\u00dflich ethische Funktion hat. J. Bl\u00fchdorn (Hg): Das Gewissen in der Diskussion, Darmstadt 1976; W. E. Conn: Conscience and selftranscendence, Birmingham 1981; H. von F\u00f6rster: Wissen und Gewissen. Versuch einer Br\u00fccke, Frankfurt\/Main 1993; W. Braun: Vom Gewissen zum Bewusstsein, in: Wiener Jahrbuch f\u00fcr Philosophie 28 (1996), S. 95-112; Hans Ebeling: Gewalt und Gewissen. Das verborgene Eine, W\u00fcrzburg 1999.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref9\">[9]<\/a> N\u00e4heres dazu bei Jean Paul Sartre: Bewusstsein und Selbsterkenntnis, Reinbek 1973; Theodor W. Adorno: Zur Lehre von der Geschichte und von der Freiheit, 2. Aufl., Frankfurt\/Main 2006.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref10\">[10]<\/a> Vgl. dazu Johann Gottlieb Fichte: Die Bestimmung des Menschen, in: S\u00e4mtliche Werke, Berlin 1845\/1846, Band 2, S. 140 ff; Niklas Luhmann: Das Ph\u00e4nomen des Gewissens und die normative Selbstbestimmung der Pers\u00f6nlichkeit, in: E. W. B\u00f6ckenf\u00f6rde und F. B\u00f6ckler (Hg.): Naturrecht in der Kritik, Mainz 1973, S. 223-243. Ludger Honnefelder: Was soll ich tun, wer will ich sein? Vernunft und Verantwortung, Gewissen und Schuld, Berlin 2007, S. 40 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Moses\/Downloads\/Gewissenhafte%20Forschung.doc#_ftnref11\">[11]<\/a> Zur Gewissensfreiheit als Menschenrecht siehe E. W. B\u00f6ckenf\u00f6rde: Das Grundrecht der Gewissensfreiheit, in: ders.: Staat, Gesellschaft und Freiheit. Studien zur Staatstheorie und zum Verfassungsrecht, Frankfurt\/M. 1976, S. 233-317.<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-2832","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-point-de-vue-opinion"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/africa-and-science.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2832"}],"collection":[{"href":"https:\/\/africa-and-science.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/africa-and-science.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/africa-and-science.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/africa-and-science.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2832"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/africa-and-science.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2832\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3487,"href":"https:\/\/africa-and-science.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2832\/revisions\/3487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/africa-and-science.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/africa-and-science.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/africa-and-science.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}