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Nr. 00272- Nov. 18th, 2025 – Weekly Newspaper devoted to Science & Technology in Africa ** Pour la promotion de l'esprit scientifique en Afrique

Candidate: Mr. Sinclear Richard NDEMEWAH

MASTERARBEIT

Thema: „Optimale indirekte Besteuerung in Entwicklungsländern“

Fachbereich 5

Lehrstuhl für Finanzwissenschaft

Betreuer: Univ. Prof. Dr. Sebastian G. Kessing und MA. Econ. Benny Schneider

18.08.2010

Universität Siegen

Deutschland

 

Einführung

Vor fünf Jahrzehnten war die Praxis von indirekten Steuern noch erheblich auf den Gebrauch von Handelssteuern begrenzt. Die Diskussion über die Mehrwertsteuern war außer in Frankreich (in den 20er Jahren) und Japan (in den 40er Jahren) fast in keinem anderen Land der Welt zu finden. Die Handelssteuern waren die wichtigste Einnahmequelle unter den indirekten Steuern (1). Diese Situation änderte sich jedoch in den60er und 70er Jahren und seitdem haben immer mehr Länder die Mehrwertsteueradoptiert (2). Diese Innovation in der Welt von indirekten Steuern basierte auf der Idee, dass durch die einkommensneutrale Senkung von Handelssteuern, kombiniert mit der Erhöhung/Ausweitung der MwSt., zusätzliche Steuereinnahmen generiert werden könnten. Aus Wohlfahrtsicht sollten solche Reformen zur Steigerung der Wohlfahrt führen. Diese Argumentation für die Überlegenheit von MwSt. im Vergleich zu den klassischen Handelssteuern begründet teilweise die Entwicklung von indirekten Steuern in den letzten Jahrzehnten. Sie ist das Ergebnis einer Reihe von Theorien, die die Steuerreformen in vielen Ländern inspiriert haben, nämlich Reformen von indirekten Steuern. In Rahmen dieser Reformen sind hauptsächlich Import – und Exportsteuern durch die MwSt. ersetztworden. Aus diesem Grund ist die Analyse von indirekten Steuern nicht von Reformen von indirekten Steuern zu trennen. Nach fünfzig Jahren ist die Effizienz solcher Reformen in der Literatur weiter umstritten. Während entwickelte Länder dadurch ihre Steuereinnahmen erhöht haben, scheinen Entwicklungsländer insgesamt betrachtet nicht substanziell davon profitiert zu haben. Die herrschende Meinung in der Literatur ist, dass Reformen von indirekten Steuern in Entwicklungsländern ihre Ziele verfehlt haben (3). Sie hätten sogar in manchen Ländern zur Senkung der Wohlfahrt geführt (4). Diese Situation wirft die Frage auf, wie es dazu kommen könnte, dass Reformen von indirekten Steuern kontroverse Wirkungen erzeugen. Anders ausgedrückt: Welche länderspezifische Aspekte könnten dabei eine Rolle gespielt haben? Und wie können Reformen von indirekten Steuern in Entwicklungsländern abgewickelt werden, wenn man ihre Effizienz steigern möchte? Um diese Fragen beantworten zu können, werden wir uns in dieser Arbeit aufeinen Aspekt konzentrieren, der für das Wirtschaftleben in Entwicklungsländern charakteristisch ist, nämlich die Existenz der informellen Wirtschaft. Außerdem werden wir zur Einfachheit die indirekten Steuern auf die Mehrwertsteuern und Handelssteuern (Zölle, Tarife) reduzieren. Die Vermutung ist, dass die Existenz der informellen Wirtschaft in Entwicklungsländern dazu geführt haben könnte, dass die Ex post Wirkungen von Reformen von indirekten Steuern den Ex ante Erwartungen nicht entsprechen (5). Zur Weiterführung dieser Diskussion wird im Kapitel zwei eine definitorische Grundlagezum Konzept „indirekte Steuern“ gestellt. Außerdem wird in diesem Kapitel derSchwerpunkt darauf liegen, einen Überblick über die Theorie der optimalen indirektenBesteuerung zu schaffen und eine zusammengefasste Präsentation der Entwicklung vonindirekten Steuern zu geben. Am Ende dieses Kapitels wird die Frage beantworten, ob Reformen von indirekten Steuern in Entwicklungsländern ermöglicht haben, dieSteuereinnahmen zu erhöhen. Im Kapitel 3 wird es darum gehen, die informelle Wirtschaft zu definieren, ihr Ausmaß zu präsentieren, und einige Faktoren zu diskutieren, die die weite Verbreitung dieses Phänomens in Entwicklungsländern erklären können. Im Kapital 4 wird der Schwerpunkt darin liegen, durch ein Model die Bedingungen abzuleiten, unter denen Reformen von indirekten Steuern in einer Volkswirtschaft mit informellem Sektor, zur Senkung der Wohlfahrt führen können. Kapitel 5 fasst die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit noch einmal zusammen und stellt einige Schlussfolgerungen für die Steuerpolitik in Entwicklungsländern dar.

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1. Handelssteuern bleiben in Entwicklungsländern trotzdem immer noch die Wichtigste Einnahmequelleunter den indirekten Steuern. Eine detaillierte Diskussion darüber wird im „2.3“ gemacht.

2. Laut Einschätzungen von Keen und Lockwood (2006), hatten ungefähr 130 Länder in 2006 Mehrwertsteueradoptiert. Diese Zahl liegt nach aktuellen verfügbaren Einschätzungen der Literatur über 140.

3. Keen und Lockwood (2006), in der Analyse von dem Einfluss von der Mehrwertsteuer aufSteuereinnahmen in OECD-Ländern kamen zu dem Schluss, dass die MwSt. zwar einen positiven Effektgeübt hat, der aber jedoch sehr klein.

4. Emran und Stiglitz (2000, 2002, 2003, und 2005)

5. Diese Aussage ist von den Arbeiten von, Burgess und Stern (1993), Emran und Stiglitz (2000, 2002, 2003,2005), Klarita Gerxhani (2004), Jonathan D. John (2006), Richard M. Bird (2005), Keen (2005,2006, 2008),Keen und Ligthart (2002) abgeleitet.

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