Nobelpreisträger aus dem subsaharischen Afrika gestern und heute
1986, vor 25 Jahren erhielt mit Wole Soyinka der erste Afrikaner den Literaturnobelpreis. Dies und die Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises an zwei Afrikanerinnen aus Liberia sind der Anlass für unsere aktuelle Virtuelle Afrika-Vitrine. Die Liberianerinnen Ellen Johnson Sirleaf und Leymah Gbowee befinden sich in guter afrikanischer Gesellschaft. Denn bereits 1960 bekam Albert John Luthuli aus Südafrika den Friedensnobelpreis. Es folgten seine Landsleute Desmond Tutu (1984) und Nelson Mandela (1993) sowie Kofi Annan aus Ghana (2001)), Wangari Maathai aus Kenia (2004) und nun Ellen Johnson Sirleaf und Leymah Gbowee, zusammen mit Tawakel Karman aus dem Jemen.
Ellen Johnson Sirleaf (sie hat übrigens einen deutschen Großvater) ist seit 2006 Staatspräsidentin von Liberia. Damit ist sie die erste gewählte Frau an der Spitze eines afrikanischen Staates. Nach dem langen, verheerenden Bürgerkrieg setzte sich die nicht unumstrittene «Ma Ellen» vor allem für die Bekämpfung der Korruption, den Bau und Ausbau der Straßen, des Wasser- und Stromnetzes sowie von Schulen und Krankenhäusern ein.
Leymah Gbowee, frühere Streetworkerin und Trauma-Therapeutin für Bürgerkriegsopfer, war aktive Mitarbeiterin in verschiedenen Frauenrechtsorganisationen. Seit 2007 ist sie Direktorin des «Women Peace and Security Network Africa». Das Nobel Comittee begründet seine Entscheidung u.a. folgendermaßen: «for their non-violent struggle for the safety of women and for women’s rights to full participation in peace-building work …».
Wole Soyinka aus Nigeria blieb bis heute der einzige «schwarze» Literaturnobelpreisträger. Der Romancier und Dramatiker wurde geehrt für «a wide cultural perspective and with poetic overtones fashions the drama of existence».
Erwähnt werden sollen hier aber auch die beiden «weißen» südafrikanischen Schriftsteller Nadine Gordimer (1991) und J. M. Coetzee (2003).
Literatur und Informationen von und über die Genannten finden Sie in unserer Afrikasammlung und in unserer Virtuellen Fachbibliothek «internet library sub-saharan Africa» (ilissAfrica).
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihre Afrika-Abteilung
Oktober 2011
Source: http://www.ub.uni-frankfurt.de/afrika/vav25_nobelpreis.html
Québec: Le Programme de bourses d’excellence pour étudiants étrangers Bourse internationale de recherche sur le fédéralisme et la diversité

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